Galeriusbogen

File 104Der Galeriusbogen in Thessaloniki zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und gilt als eines ihrer unverkennbaren Wahrzeichen. Das auch unter dem Namen „Kamara“ bekannte Monument stammt aus der Zeit der Antike und wurde als Triumphbogen errichtet, trägt heute aber vor allem noch dekorativen Wert und ist ein bedeutendes Zeugnis der Stadtgeschichte Thessalonikis.

Die Errichtung des Triumphbogens fällt in das frühe 4. Jahrhundert nach Christus. Auftraggeber des Monuments war der römische Kaiser Galerius, der mithilfe dieses Denkmals auch nachfolgende Generationen an seinen geschichtsträchtigen Sieg über die Perser in Kleinasien erinnern wollte. Das ursprüngliche Aussehen des Galeriusbogens war dabei weitaus imposanter, als wir es von heute kennen: Statt aus einem bestand das Triumphdenkmal aus zwei Gewölbebögen, deren Mitte die wichtigste Kreuzung des antiken Thessaloniki markierte. Dort trafen die reichsweite Handelsstraße Via Egnatia und die Via Regia - der Weg, welcher den kaiserlichen Palast mit der Rotunde verband - aufeinander.

Heute kann zwar nur noch ein Bruchteil des originalen Triumphbogens besichtigt werden, doch auch so lässt sich eine ungefähre Vorstellung von den eigentlichen, imposanten Dimensionen des Monuments machen. Die marmornen Pfeiler des Galeriusbogens wurden ringsum mit kunstvollen Reliefs verziert, die einen bemerkenswerten Einblick in die Kultur der römischen Antike bieten und Szenen darstellen, die von Kriegs- und Militärbildern über die Darstellung opulenter Festlichkeiten bis hin zu Szenen religiöser Zeremonien und kaiserlicher Huldigungen reichen und so einen eindrucksvollen Bezug zu den Perserkriegen des Galerius herstellen. Zwar sind die Gesichter der Figuren inzwischen größtenteils verwittert – doch ihre Aussagekraft wurde auch dadurch kaum gemindert.