Meteora

File 155Die Felsenklöster von Meteora liegen in rund 230 Kilometern Entfernung zu Thessaloniki und gehören zu den unübertroffenen landschaftlichen und kulturellen Highlights Griechenlands. Wer während seiner Thessalonikireise das Bedürfnis nach einer spirituelle Auszeit in spektakulärer Umgebung verspürt, der sollte sich einen Ausflug zu dieser UNESCO Weltkulturerbestätte auf keinen Fall entgehen lassen.

Auf rätselhafte und zugleich beeindruckende Art und Weise ragen die Sandsteinfelsen Meteoras aus dem sonst flachen, sie umgebenden Plateau: Zwischen 300 und 500 Meter hoch werden die steil abfallenden Gesteinsriesen, auf deren Spitzen sich eine der ältesten Mönchsgemeinden Griechenlands ein Zuhause eingerichtet hat. Neben der Glaubensgemeinschaft der Klosterrepublik Athos auf der Halbinsel Chalkidiki zählen die Mönche und Nonnen Meteoras heute zu den wichtigsten noch aktiven Klostergemeinden des Landes.
Die ersten Einsiedler fanden ihren Weg bereits im 10. und 11. Jahrhundert nach Meteora. Auf der Suche nach Askese und meditativer Nähe zu Gott folgten ihnen im Laufe der Jahrhunderte verschiedene kleinere Mönchsgemeinden, welche die Risiken des Klosterbaus auf den Felsen im Gegenzug für die Sicherheit und die Abgeschiedenheit der Lage bereitwillig in Kauf nahmen. Von den ursprünglich über 20 Klöstern sind heute nur noch 6 bewohnt – die übrigen Klöster sind entweder der Zeit oder den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges zum Opfer gefallen.

Touristen sind in den noch bewohnten Klöstern Meteoras heute gern gesehene Gäste, müssen sich aber an dieselben strengen Kleidervorschriften wie ihre orthodoxen Bewohner halten. Das Leben in Meteora ist über die Zeit hinweg weitaus moderner geworden, als es das noch vor wenigen Jahrzehnten war: Wer es heute James Bond, der in seinem Abenteuer „In tödlicher Mission“ auf waghalsige Weise die Felsen eroberte, gleichtun und den Klöstern einen Besuch abstatten möchte, der muss sich schon längst nicht mehr über abenteuerliche Seilzüge zu deren Spitzen befördern lassen. Gut befestigte Zufahrtsstraßen und ein weitreichendes Wegesystem verbinden die Klöster mit der Außenwelt und machen ein Erkunden sowohl auf geführten Minibus-Touren wie auch mit dem Leihmotorrad möglich. Zusätzlich verbindet ein pittoresker Wanderweg alle sechs Klöster Meteoras miteinander und stellt besonders bei schönem Wetter eine lohnenswerte Alternative zur motorisierten Anreise aus dem nahegelegenen Dorf Kalambaka dar – der Panoramablick auf das umliegende Tal zählt insbesondere zu Sonnenauf und -untergang zu den spektakulärsten Ausblicken, die Griechenland zu bieten hat.

Um Meteora in aller Ruhe erkunden und entdecken zu können, empfiehlt sich die Übernachtung im nahegelegenen Trikala oder in Kalambaka. Zwischen Thessaloniki und diesen Orten stehen täglich fünf Busverbindungen zur Verfügung, die zwischen 3 und 4 Stunden für den Fahrtweg benötigen.